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Problem erkennen

Asiatische Hornisse erkennen und in Hamburg melden

Eine dunkle, große Hornisse an den Blüten oder am Efeu – und die Frage: Ist das die heimische Art oder die eingewanderte? Die Asiatische Hornisse zu erkennen ist wichtig, weil sie als invasive Art gilt und ein Fund gemeldet werden soll. Handeln sollen Sie dabei nicht selbst: Nester werden von Fachleuten behandelt, nicht in Eigenregie.

Schädlingsbekämpferin mit Sprühgerät beim Ausstieg aus dem Einsatzfahrzeug

Worum es geht

Was hinter dem Fund steckt

Die Asiatische Hornisse (Vespa velutina) ist über Südwesteuropa eingewandert und breitet sich aus. Sie ist eine invasive Art und steht deshalb im Fokus des behördlichen Monitorings – Funde sollen gemeldet werden, damit die Ausbreitung verfolgt werden kann. Davon zu unterscheiden ist die heimische Europäische Hornisse (Vespa crabro): streng geschützt, ein wichtiger Nützling und deutlich friedfertiger als ihr Ruf. Ihr Stich ist übrigens nicht giftiger als der einer Wespe – der Mythos „drei Stiche töten einen Menschen” ist falsch.

Schädlingsbekämpferin bei der Kontrolle eines Dachbodenbalkens auf Schädlingsbefall

Erkennen

So erkennen Sie die Asiatische Hornisse

Eher Asiatische Hornisse (Vespa velutina)

  • Überwiegend dunkler, fast schwarzer Körper mit einer einzelnen gelb-orangen Binde am hinteren Hinterleib.
  • Gelbe Beinenden („gelbe Schuhe”).
  • Etwas kleiner als die Europäische Hornisse.
  • Kugelige Nester oft hoch in Bäumen, teils auch an Gebäuden.

Eher Europäische Hornisse (Vespa crabro)

  • Größer, mit rotbraun-gelber Zeichnung und mehr Gelb am Hinterleib.
  • Rötlicher Brustbereich, keine auffällig gelben Beinenden.
  • Nester bevorzugt in Hohlräumen, Baumhöhlen, Rollladenkästen oder Schuppen.

Sitzt die vermeintliche „Riesenwespe” im Rollladenkasten und Sie sind unsicher, hilft ergänzend Wespennest im Rollladenkasten deuten.

Handeln

Was Sie jetzt tun – und was nicht

Tun

  • Aus sicherem Abstand ein Foto machen; das erleichtert die Bestimmung.
  • Den Fund der zuständigen Hamburger Meldestelle (Naturschutzbehörde beziehungsweise offizielles Meldeportal) melden.
  • Standort und Datum notieren; bei einem Nest den Bereich meiden.

Nicht tun

  • Kein Nest selbst entfernen, besprühen oder anzünden – das ist gefährlich und dem Fachbetrieb vorbehalten.
  • Keine Tiere fangen oder töten, bevor die Art sicher bestimmt ist – Verwechslung mit der geschützten Europäischen Hornisse.
  • Keine Panik: Auch die Asiatische Hornisse greift ohne Grund nicht an.

Vorgehen

Wie der Fachbetrieb vorgeht

Nach der Artbestimmung wird bei einem Nest fachgerecht und sicher gehandelt; die Europäische Hornisse als geschützte Art wird auf dem Regelweg der Umsiedlung mit Genehmigung der Unteren Naturschutzbehörde behandelt, nicht getötet. Wie eine Umsiedlung abläuft, steht unter Hornissennest fachgerecht umsiedeln lassen; zur Abgrenzung von gewöhnlichen Wespen und Wespennestern beraten wir mit. In Lagen mit viel Grün und Gartenbau wie Bergedorf mit den Vier- und Marschlanden ist die Aufmerksamkeit für neue Funde besonders sinnvoll.

Fragen

Häufige Fragen zur Asiatischen Hornisse

Wie unterscheide ich Asiatische und Europäische Hornisse?

An der Färbung: Die Asiatische Hornisse ist überwiegend dunkel bis schwarz mit einer gelb-orangen Binde und gelben Beinenden und etwas kleiner. Die Europäische Hornisse ist größer, rotbraun-gelb gezeichnet und hat keine auffällig gelben Beine.

Warum soll ich die Asiatische Hornisse melden?

Weil sie eine invasive Art ist und Behörden ihre Ausbreitung beobachten. Ihre Meldung mit Foto und Standort hilft, Funde zu erfassen. Die zuständige Meldestelle in Hamburg nennen wir Ihnen im Gespräch.

Darf ich ein Hornissennest selbst entfernen?

Nein. Nester gehören in fachkundige Hände. Die Europäische Hornisse ist streng geschützt und wird mit Genehmigung umgesiedelt; ein eigenmächtiger Eingriff ist gefährlich und kann bei der geschützten Art rechtliche Folgen haben.

Beschreiben Sie das Tier oder Nest, am besten mit Foto – Sie bekommen eine ehrliche Einordnung und den Hinweis, wohin Sie den Fund melden. Fragen zur Erreichbarkeit klärt der Kontakt.

Was ein Einsatz kostet

ab 69 € Einsatzpauschale zzgl. Material und Aufwand · Anfahrt inklusive · keine versteckten Kosten. Der genaue Preis wird vor Beginn der Arbeiten mit Ihnen besprochen.

Jetzt anrufen und den Fund einordnen lassen

Beschreiben Sie kurz Tier oder Nest – Sie bekommen eine ehrliche Einordnung und den Hinweis, wohin Sie den Fund melden.